Die Sonne begrüsst uns nach einer kalten Nacht. Wir stehen da und lassen uns von den ersten Sonnenstrahlen von aussen und vom heissen Tee von innen aufwärmen. Zelte und Schlafsäcke hängen wir zum Trocknen auf.

Wir lassen uns viel Zeit und sind erst um 11.00 Uhr auf dem Weg in die Stadt. In einer Metzgerei suchen wir nach ohne Kühlung haltbarem Trockenfleisch. Unser vergeblicher Versuch dies der Verkäuferin verständlich zu machen. Weiter zum Carrefour am Stadtrand. Grosser Einkauf: Wurst, Käse, Pastete, Brot, Bier, Schokoriegel. Um 1215 überqueren wir die Ailler und lassen Langogne langsam hinter uns. Unterwegs treffen wir viele andere Wanderer. Ausschliesslich Franzosen. Und Esel. Bei Fouzillac / Fouzilhic machen wir bei bestem Wetter Pause. Aber nicht bevor wir uns endlos über die im Buch von Stevenson beschriebene Fehde der Bewohner der beiden unmittelbar benachbarten Orten lustig gemacht haben.
Kurz darauf verlassen wir den GR70 und steigen nach Chaudeyrac hinunter um den Camping zu finden. Unterwegs ein «Angriff» zweier Hütehunde. Ziemlich beängstigend. Der Campingplatz ist zu unserer Enttäuschung verlassen. Das Betriebsgebäude geschlossen und mit Malerutensilien vollgestellt. Nahe der Schnellstrasse wäre er aber sowieso nicht der schönste Platz zum Übernachten gewesen. Nach einer kurzen Pause (mein Kollege mit «Schwarzem Krauser») und Beratung, ob wir im örtlichen Hotel übernachten wollten, entscheiden wir uns zurück auf den GR70 zu gehen und oben auf dem Hügel einen Schlafplatz zu suchen.

Nach einigem Suchen finden wir, wiederum auf einer Kuhweide, einen Schlafplatz versteckt im Wald. Daher wenig Sonnenschein und um 19.00 Uhr wird es bereits kalt. Nach einer heissen Asia-Suppe geht es ins Zelt.
Weiter mit Tag 6.