Die Nach war sehr ruhig. Wegen der Kälte behielt ich meine lange Hose an. Trotz Nähe zum Wald sind in der Nacht keine grösseren Tier unterwegs; jedenfalls habe ich sie nicht gehört. Die Einzäunung hat wohl das ihre dazu beigetragen. Mein Kollege berichtet, dass er Mäuse oder Igel gehört hätte. Bei Sonnenaufgang ist es noch sonnig. Um 07.30 Uhr kriechen wir aus unseren Zelten und kochen Tee. Zum Frühstück gibt es einen halben Riegel. Wir packen schnell zusammen. Zum Trocknen des Aussenzelts fehlt die Sonne; also alles so einpacken. Um 09.15 gehen wir los. Ein schöner Weg führt uns aufwärts nach Le Montastier-sur-Gazeille. Unterwegs treffen wir einen ersten «Pilger». Er gibt uns zu verstehen, dass wir im Städtchen unbedingt das Kloster und die Kirche besichtigen müssten.

Um 10.30 Uhr sind wir in Le Monastier. In der ersten Boulangerie kaufen wir uns ein Baguette und zwei Pain au Chocolat, um dann noch an 3 weiteren Bäckereien vorbeizulaufen und weitere Leckereien zu sehen. Die Strasse durch die Stadt ist sehr lang gezogen. Im Vidal-Markt versorgen wir uns mit Getränken, Salami und Schokoriegel. An diesem Tag ist Stadtfest. Dies ist wohl der Grund, dass alle Läden geöffnet haben. Bei der Kirche Mittagspause. Nebenan ein Parkplatz mit Fahrenden, Waschmaschine und Goldfische in der IKEA-Aufbwahrungsbox inklusive. Der Wind ist eisig kalt aber an der Sonne geht es. Wir haben jetzt 6 km hinter uns. Um 12.00 Uhr geht es via St. Martin weiter nach Coudet. In St. Martin treffen wir wieder einige Wanderer. Die Frage «Chemain Stevenson?» geht uns schon am zweiten Tag auf die Nerven. In Coudet steuern wir den Camping «Au bord de l’eau» an der Loire an. 18 Euro für zwei Personen. Der Camping ist fast leer. Wir suchen uns einen schönen Platz aus und bauten die Zelte auf. Wäsche waschen und duschen. Die Waschmaschine sieht zu verlottert aus, als dass wir sie benutzen wollen. Es gibt eine kleine Bar, wo der Campingplatzbesitzer (ein ehemaliger Rockmusiker) regelmässig Konzerte veranstaltet. Wir trinken Bier und Orangina und planen unsere Montagsetappe. An den Flut-Warnungs-Informationstafeln vorbei gehen wir zurück zum Zelt. Die Wasserstandanzeige (Markierungen bis 5 m) an der Loire-Brücke zeigten, dass es hier nicht immer so ruhig ist. Mit einer Flut ist aber in dieser Nacht nicht zu rechnen. Zum Abendessen kochen wir Asia-Suppen und essen Brot dazu.

Die Loire bei Coudet

Weiter mit Tag 3.

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