Mein Laufhalbjahr 2017 – Quo vadis?

Trainingsphase

Nach meiner Grippe im Januar ging die Genesung nur langsam voran. Ich spürte die Nachwirkungen der Grippe noch sehr lange. Trotzdem konnte ich irgendwann wieder mit dem Training beginnen. Allerdings habe ich auf spezifisches Training  nach Plan verzichtet und einfach nach Lust und Laune trainiert. Dies, nachdem ich mit Training nach Plan letzten Sommer nur mässig Erfolg hatte.  Die Wettkampfergebnisse im Herbst am Hallwilerseelauf am 15.10.2016  mit 01:41:20 und am Frauenfelder (die Strecke war nach meiner und anderer GPS-Messungen ca. 500 Meter zu kurz) am 20.11.2016 mit 01:40:39 waren zwar nicht schlecht  aber unter meinem Ziel die 1:40 (deutlich) zu knacken.

Wie gesagt, ich verzichtete diesen Frühling also auf Training nach Plan. Arbeitsbedingt konnte ich nicht so viele Trainings pro Woche absolvieren wie ich wollte uns sollte. Den langen Lauf am Wochenende liess ich zwar nie ausfallen aber unter der Woche gab es höchstens einen richtigen Lauf. Dazu kam noch die 4-KM-Strecke aus meinem Lauftreff. Nun, die kann ich nicht zählen. Mein Running-Index (Verhältnis Geschwindigkeit zu Puls) schlug im Frühling Kapriolen und liegt aktuell bei 55.

Running-Index Juni 2016-2017

 

Frühlingswettkämpfe

Am 20. und 25. Mai 2017 fanden der Sempachersee- und der Auffahrtslauf statt. Anstatt mich zwischen einem der beiden zu entscheiden nahm ich an beiden teil. Es sind einfach zu schöne Strecken, um darauf zu verzichten.

An den Sempacherseelauf ging ich ohne grosse Vorgaben und es gelang mir bei Bedingungen die mir gut liegen, es war kühl und goss aus Kübeln, mit 01:41:57 eine gute Zeit. Fünf Tage darauf steuerte ich an meinem Heimwettkampf, dem  Auffahrtslauf  in St. Gallen, eine Verbesserung der Vorjahreszeit, welche 01:44:47 betrug, an. Die Bedingungen waren ähnlich wie letztes Jahr, wahrscheinlich noch einen Tick wärmer. Ich wusste schon nach 8 km, dass es schwierig würde; der Puls war schon hoch. Ich teilte jedoch gut ein und lief die zweite Hälfte schneller als die erste und kam mit 01:45:52 ins Ziel.

Obwohl keine Bestzeiten drin waren, hatte ich (anders als im Vorjahr) an beiden Läufen viel Spass und war am Ende nicht halb tot. Die Frage, ob man einen Lauf in jedem Fall geniessen oder nach einer neuen Bestzeit streben soll, kann ich für mich nicht abschliessend beantworten. Eine Mischung aus beidem wäre wahrscheinlich sinnvoll. Keinen Fortschritt zu sehen ist schwer zu ertragen. Wenn man aber nicht (hart) trainiert hat, auch nicht besonders schwer zu erklären.

Am vergangenen Wochenende fanden dann die Bieler Lauftage statt und ich habe dort am Halbmarathon teilgenommen. Meinen ausführlichen Bericht findet ihr hier.

Quo vadis?

Meine Arbeit nimmt mich im Moment fest ein und es sieht nicht danach aus, dass es im zweiten Halbjahr besser wird. Bei meinen Zielen bleibe ich:

  1. im Herbst einen Lauf über 42,2 km (nicht als Wettkampf) absolvieren (unter 4 h)
  2. am Hallwilerseelauf am 14.10.2017 eine Zeit unter 1:40 h über die 21,1 km erreichen