Angefangen 1995, als ich mit 20 Jahren mein Übergewicht loswerden wollte. Bis dahin nie Sport getrieben (Motto «Sport ist Mord»), war es ein schwerer Anfang. Ich fuhr jeweils zur Finnenbahn Höchsterwald (Guggeien) in St. Gallen. Wenn ich mich richtig erinnere, schaffte ich zum Schluss (nach ca. 2 Monaten) etwa vier Runden, also knapp 4 km. Ich ging bei jedem Wetter und fing dann in den folgenden Jahren auch mit Velofahren an. Meine Tour führte mich über den Rosen- und den Freudenberg in St. Gallen und ich wurde ziemlich fit. Nebenbei verlor ich auch noch 15 kg Gewicht (also Fett).
1998 lerne ich meine Frau kennen. Meine sportlichen Aktivitäten führte ich fort, jedoch nur in den warmen, und am Morgen und Abend hellen Monaten (ca. Mai bis September). Beim Laufen draussen ist es bis heute so geblieben. Ich zog nach Abtwil SG und drehte meine Runden ab da auf der Geländebahn im Gründenmoos reverse phone lookup , ca. 2 km von meinem damaligen Zuhause entfernt. Zu dieser Zeit ging ich manchmal sogar morgens und mittags Laufen. Heute sind mir die Temperaturen im Sommer um die Mittagszeit zu hoch. Gesund war das sicher auch nicht. Ich baute meine Streckenleistung auf ca. 5 km aus.
2003 zog ich mich meiner Frau zusammen nach Horn an den Bodensee. Fortan und bis heute ist das meine Laufgebiet geblieben. Die Landschaft am See ist toll und es gibt keine grossen Steigungen. Jahrelang bin ich ein und dieselbe Strecke gelaufen. Anfangs in einer noch verkürzten Variante mit ca. 4,5 km; danach wie im Link mit 5,25 km. Meine Arbeitsstelle ab 2004 bot einen Fitnessraum an, den ich dann ab ca. 2007 auch nutzte, um in den kalten und dunklen Monaten Sport zu treiben. Ich lernte den Crosstrainer schätzen, kam aber immer wieder auf das Laufen zurück und benutzte intensiv das Laufband. Von Frühling bis Herbst war ich aber immer draussen. Der Fitnessraum war dann der Ort für Krafttraining.
2011 wechselte ich meine Arbeitsstelle. Der Fitnessraum war Geschichte. Der Gang ins Fitnesscenter war mir zuwider. Ich entschied mich für die Anschaffung eines Corsstrainers. Ich nutzte ihn wöchentlich einmal für ca. 40 Minuten. In der warmen Zeit blieb jedoch das Laufen. Obwohl wir inzwischen etwa 10 km entfernt von Horn wohnen, fahre ich noch immer mit dem Auto dorthin, um auf meiner Stammstrecke zu laufen. Ab 2014 begann ich, meine Strecke ab und an auf etwa 6,5 km zu verlängern. In den Sommerferien in Kroatien nutzte ich die ruhige und kühle Zeit am Morgen um am Meer zu laufen. Es gibt nichts Schöneres! Wenn auch die Ferienstrecke etwas kürzer war.
Dieses Frühjahr packte mich dann plötzlich der Ehrgeiz und ich verlängerte die Distanz auf meiner Stammstrecke langsam und stetig, indem ich Runde und Runde anhängte. Im Mai war ich bei 7,75 km. In den Sommerferien in Kroatien erhöhte ich auf 9 und dann schaffte ich am 19.07. erstmals 10 km. Mit steigender Kilometerleistung verringerte sich auch noch meine Kilometerzeit. Ende Ferien setzte ich mir das Ziel 15 km bis 30.09.2015. Bereits am 30.07. schaffte ich 14,29 und am 1. August erreichte ich dann mein Ziel mit 15,40 km und einer Pace von 5.0 min/km. Mir wurde bewusst, dass noch mehr drin liegt. Ich musste aber lernen, meine Anfangsgeschwindigkeit zu reduzieren, um noch weitere Strecken laufen zu können. Erstmals kam der Gedanke «Halbmarathon». Ich erinnere mich an die Zeit, wo ich nach 5 km dachte, es sei unmöglich jetzt nochmals gleich viel anzuhängen. Erstaunlich, was der Körper alles zu leisten vermag!
Am 9. August schaffte ich 18 km mit 05:21. Am letzten Sonntag setzte ich mir das Ziel 21,1 km und meldete mich gleichentags zum Halbmarathon am Hallwilersee am 10. Oktober 2015 an. Heute Morgen stand die Feuerprobe auf dem Programm. Ich wollte unbedingt einmal die ganze Wettkampfdistanz laufen. Die Temperatur war mit 15 Grad ideal. Dazu hat es ziemlich fest geregnet, was mich aber nicht weiter störte. Die ersten 8 km begann langsam mit ca. 05:40 min/km. Danach steigerte ich mich. Ab km 15 lief ich mit ca. 05:00 min/km. So reichte es für eine Durchschnitts-Pace von 05:20. Nach 01 h, 53 min, 30 Sek. hatte ich 21,25 km geschafft! Jetzt gilt es die Kondition bis zum Wettkampf noch zu verbessern und dann vielleicht noch eine bessere Zeit zu laufen. Unter 01:50:00 wäre toll!
Schönen Sonntag, Christian!
Ich habe grade Johannes, der im Moment hier ist, von deinem Training berichtet. Er gratuliert! Er läuft auch fast jedes Jahr den Halbmarathon in Winterthur – falls er genug trainiert hat.
Das Buch von Stevenson ist zu dir unterwegs.
Liebe Grüsse, auch an die ganze Familie von
Isabel
Vielen Dank. Lass ihn herzlich grüssen, wenn du ihn das nächste Mal siehst. Auf das Buch freue ich mich. LG Christian